892 l/m²
In Oeversee fallen durchschnittlich Niederschlag pro Jahr.
Bevor unser Wasser aus dem Hahn kommt, hat es schon einen langen Weg hinter sich. Seine Reise beginnt mit dem Regen: Ein Teil des Niederschlags versickert im Boden, durchläuft verschiedene Erd- und Gesteinsschichten und gelangt langsam ins Grundwasser. Genau dort beginnt unsere Arbeit. Aus tief liegenden Grundwasservorkommen fördern wir das Wasser, bereiten es im Wasserwerk Oeversee auf und bringen es anschließend auf den Weg zu den Menschen in unserem Versorgungsgebiet.
Wasser ist ständig in Bewegung. Durch die Wärme der Sonne verdunstet es aus Meeren, Seen, Böden und Pflanzen, sammelt sich in der Atmosphäre und fällt als Niederschlag wieder auf die Erde. Ein Teil fließt oberirdisch ab – ein anderer versickert und speist unser Grundwasser.
In Oeversee fallen durchschnittlich Niederschlag pro Jahr.
Davon gelangen etwa langsam in das Grundwasser.
Für die Versorgung betreibt der Wasserverband Nord das Wasserwerk Oeversee. Aus 14 Brunnen wird dort Grundwasser aus Tiefen zwischen 144 und 332 Metern gefördert und anschließend im Wasserwerk aufbereitet.
BRUNNEN fördern unser Grundwasser
METER reichen sie in die Tiefe
Grundwasser ist ein Naturprodukt. Es enthält natürlicherweise unter anderem Eisen, Mangan, Schwefelwasserstoff, Kohlensäure und Huminstoffe. Im Wasserwerk Oeversee werden diese Bestandteile in einem mehrstufigen Verfahren reduziert.
Das Rohwasser wird mit Luftsauerstoff angereichert. Schwefelwasserstoff und überschüssige Kohlensäure können so entweichen.
Durch ein Flockungshilfsmittel werden Eisen, Mangan und Huminstoffe gebunden.
Anschließend durchläuft das Wasser zwölf offene Schnellfilter mit einer 1,2 Meter starken Quarzkiesschicht. Die gebundenen Stoffe werden dabei herausgefiltert.
Nach der Filtration ist aus dem Grundwasser hochwertiges Trinkwasser geworden. Eine zusätzliche Desinfektion ist nicht erforderlich. Anschließend wird das Wasser in den Reinwasserbehältern des Wasserwerks mit einem Speichervolumen von insgesamt 12.000 m³ zwischengespeichert – bereit für den Weg in die Region.
Netzpumpen sorgen Tag und Nacht dafür, dass ausreichend Trinkwasser mit dem notwendigen Druck zur Verfügung steht. Große Entfernungen und Höhenunterschiede im Versorgungsgebiet gleichen sieben Druckerhöhungsstationen in Bredstedt, Augaard, Harrislee, Handewitt, Jardelund, Pellworm und Hooge sowie zwei Druckminderstationen in Goldelund und Enge-Sande aus. So kommt das Wasser zuverlässig dort an, wo es gebraucht wird.